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Jedes Jahr findet am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag statt – und das bereits mit einer über 30-jährigen Historie. Auch 2023 soll der weltweite Aktionstag die Rechte der HIV-positiven Menschen weiter stärken und ruft zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung, sowie zu Präventionsmaßnahmen auf. Hier erfährst du, wie du dich am Welt-Aids-Tag engagieren, solidarisch zeigen und auch eigene Aktionen gestalten kannst.

Was ist der Welt-Aids-Tag, und warum ist er wichtig?

Am Welt-Aids-Tag sollen der Kampf gegen HIV und die Aidshilfe wieder mehr wahrgenommen und in den Fokus der medialen Berichterstattung gerückt werden – insbesondere nachdem das Coronavirus die öffentliche Aufmerksamkeit seit 2020 besonders auf sich gezogen hatte.

Damit die Relevanz der Aidshilfe und HIV-Prävention nicht in Vergessenheit gerät, wurde der internationale Aktionstag „Welt-Aids-Tag“ erstmals im Jahr 1988 von der WHO ausgerufen. Von Anfang an steht der unter einem besonderen, jährlich wechselnden Motto. Seit 1996 ordnet das gemeinsame HIV/Aids-Programm der Vereinten Nationen, UNAIDS, dem Welt-Aids-Tag bis heute alljährlich ein Motto zu. Daran können sich Aktivitäten der Aidshilfe und anderen Organisationen in den verschiedenen Ländern orientieren. Der Welt-Aids-Tag wird also von UNAIDS sowie vielen unabhängigen Initiativen und Aktivist*innen organisiert und findet immer am 1. Dezember statt.

Im Jahr 2023 lautet das Motto „Equalize“, womit gemeint ist, dass jede*r aufgerufen ist, die Ungleichheiten zu beseitigen, die den Fortschritt bei der Bekämpfung von Aids behindern.

Zu sehen ist ein Plakat mit dem Motto "Schleife zeigen – am 01.12. ist Welt-Aids-Tag"
„Schleife zeigen – am 01.12. ist Welt-Aids-Tag“
Foto: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Der Aktionstag dient auch dazu, auf alle Menschen aufmerksam zu machen, die schwer an ihrer Infektion oder unter den Nebenwirkungen der Therapie leiden, sowie an die Menschen zu erinnern, die an den Folgen einer HIV-Infektion verstorben sind.

Zusätzlich bietet der Welt-Aids-Tag die Möglichkeit, sich über das HI-Virus und die Aids-Erkrankung im Allgemeinen zu informieren, das Wissen zu teilen, Prävention zu betreiben, sowie Vorurteile gegenüber Erkrankten abzubauen und Angehörigen mit einem Tag in Gemeinschaft Unterstützung zu bieten.

Mach dich schlau: Wissen rund um das Thema HIV und Aids

HIV ist ein Virus, die daraus resultierende Erkrankung wird Aids genannt. HIV steht für die englische Abkürzung „Human Immunodeficiency Virus“. Und das wird in erster Linie beim Geschlechtsverkehr übertragen. Es verbreitet sich aber auch über verunreinigte Spritzen, besonders beim Drogenkonsum. Eine Infektion mit dem HI-Virus beeinträchtigt Immunabwehr und macht den Körper anfällig für Krankheiten, die bei nicht infizierten Menschen für gewöhnlich unproblematisch verlaufen würden.

Unbehandelt kann eine HIV-Infektion zu Aids führen. Denn: ohne Behandlung schädigt HIV die Abwehrkräfte des Körpers so sehr, dass die Krankheit zum tödlichen Aids wird. Das Krankheitsbild Aids tritt meist einige Jahre nach einer Infektion mit dem HI-Virus auf. Die Abkürzung „Aids“ steht für „Acquired Immunodeficiency Syndrome“ und bedeutet „Erworbenes Immunschwächesyndrom“.

HIV ist heute aber zum Glück gut behandelbar. Medikamente verhindern die Vermehrung der Viren im Körper. Meist genügt eine Tablette täglich. Eine Heilung ist bislang allerdings nicht möglich“, erklärt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Auf der Infoseite heißt es weiter, ein HIV-Test sei sinnvoll, wenn eine Risikosituation bestanden hat und eine HIV-Infektion nicht auszuschließen ist. Auch in der Schwangerschaftsvorsorge wird ein Test auf HIV empfohlen und angeboten.

Um eine HIV-Erkrankung zu erkennen, gibt es anonyme und kostenlose HIV-Tests bei vielen Gesundheitsämtern in Deutschland. Bei Ärzten und einigen Aidshilfen kann man sich ebenso auf HIV testen lassen.

Mit HIV kann man heute alt werden und leben wie alle anderen Menschen!

aids hilfe schweiz kampagne
Kampagne der Aidshilfe Schweiz
Foto: Aidshilfe Schweiz

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur HIV-Infektion und AIDS bietet auch das RKI auf dieser FAQ-Seite. Hier erfährst du mehr zu Fragen wie „Wie lange überlebt HIV außerhalb des Körpers?“, „Wie hoch ist die Übertragungswahrscheinlichkeit von HIV bei verschiedenen Sexualpraktiken?“, oder „Wie funktioniert PrEP?“. Zur HIV-Infektion und Aids gibt es darüber hinaus den umfassenden RKI-Ratgeber.

Wie kann der Schutz vor HIV gelingen?

Wie kannst du dich vor eine Infektion mit HIV schützen? Die Antwort ist einfach!

  • Beim Sex schützen Kondome.
  • Eine HIV-Therapie verhindert die Übertragung beim Sex und bei der Geburt auf das Kind.
  • Menschen mit hohem HIV-Risiko können vorbeugend ein Medikament einnehmen („PrEP“).

Mehr Informationen zum Schutz vor HIV, zum HIV-Test und Beratungsangeboten findest du bei der Kampagne LIEBESLEBEN der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), bei der Deutschen Aidshilfe und auf YouTube.

Wenn du HIV-positiv bist und Hilfe benötigst, informier dich bei der Deutschen AIDS-Stiftung.

„Bisher wird noch fieberhaft an einer Impfung gegen das HI-Virus geforscht – aber es gibt andere Möglichkeiten, sich vor HIV zu schützen“, erklärt das ZDF im Video.

So kannst du dich am Welt-Aids-Tag engagieren

  1. Mache den Aktionstag noch bekannter
    Sprich über das Thema HIV und Aids und scheue dich auch als nicht betroffene Person nicht, Vorurteile gegenüber Erkrankten abzubauen. Dabei hilft das Tragen der roten Schleife, die weltweit ein Symbol ist und für Akzeptanz und Solidarität mit Menschen, die von HIV und AIDS betroffen sind, steht. Besonders am Welt-AIDS-Tag ist sie vielerorts sichtbar. Und jede Person, die sie trägt, zeigt: Ich bin aktiv und zeige mich solidarisch.
  2. Starte eine eigene Kampagne
    Auch über die rote Schleife hinaus, kannst du dich für die Rechte von HIV-Erkrankten starkmachen, an Kampagnen teilnehmen, oder selbst eine Aktion starten. Kostenloses Material in deutscher Sprache gibt es dafür beispielsweise hier bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und auf der Webseite welt-aids-tag.de.
  3. Teile Inhalte in den sozialen Netzwerken
    Verschiedene Social-Media-Kanäle bieten informative Inhalte zum teilen an, beispielsweise auf Facebook, Instagram oder TikTok.
  4. Unterstütze die Organisationen der Aidshilfe

    Deutsche AIDS-Stiftung

    Aidshilfe Wien

    Aidshilfe Schweiz

  5. Stell ein Hilfsangebot auf WirHelfen.eu ein
    WirHelfen ist deine digitale Nachbarschaftshilfe für Alltag und Krisen. Auf WirHelfen.eu finden Hilfesuchende zahlreiche Hilfsangebote: vor Ort oder auch digital. Ideal, wenn du gerade selbst Hilfe brauchst – zum Beispiel bei Behördengängen, um Informationen zu finden oder wenn du einfach nur jemand zum Reden suchst.

    Hilfe anbieten und finden. WirHelfen. Wir verbinden.
Zu sehen sind zwei Frauen, die sich gegenseitig die Hände halten
Redaktion/Editorial

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Hinter der WirHelfen-Magazin-Redaktion verbirgt sich ein kleines Team aus versierten Autor*innen, Fremdsprachen- und Audio-/Video-Profis und genauso auch hochmotivierten Neulingen im Medienbereich: international, divers, interessiert, engagiert, begeistert und – so hoffen wir – auch begeisternd.

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