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Im Sommer 2025 tauchte ein Hoffnungsschimmer auf, weil das Carrio-Bergwerk in der Stadt Laviana eine neue Idee für die Nutzung hat: ein Gewächshaus. Wasabi, Pilze, Erbsen und Seespargel wurden hier gesät und haben bereits erste Früchte getragen.

Innenausstattung des irdischen Gewächshaus. / Mit freundlicher Genehmigung von SERIDA

Wo es damals Kohle gab, gibt es mittlerweile Pflanzen. So ist die radikale Umwandlung der Bergwerke im nordspanischen Asturien ein Gebiet / eine Region, die ehemals vom Kohleabbau lebte. Seit den achtziger Jahren wurden die Tagebauen Schritt für Schritt geschlossen: die Kohle abzubauen war nicht mehr rentabel und es gab schon Pläne für erneuerbare Energien.

Was prägt dieses Gewächshaus?

Nachhaltigere und effizientere Lebensmittelerzeugung absichern. Dazu wird Wasser sorgfältig benutzt und dann recycelt. Gleichzeitig ersetzen LED-Lampen die traditionelle Glühbirne. Somit wird der Energieverbrauch verringert. Dieser in den vier Wänden existierende Garten verwertet Wasser, Energie und künstliche Beleuchtung, jedoch keine Sonnenstrahlen.

Asturien ist die erste spanische Region, die diese Methode benutzt, die mittlerweile schon Italien, Finnland und Großbritannien umgesetzt haben. Dieses Projekt wurde vom Asturiens Regionaler Dienst für Agrar- und Ernährungsforschung und -entwicklung (SERIDA) entwickelt, unter Mitwirkung von anderen Unternehmen bzw. Vereinen, wie Hunosa, Cantábrica Agricultura Urbana und CTIC. Das Ganze wurde durch die EU-Next-Generation Geld finanziert.

Seespargel (links) und Wasabi Anbau. / Mit freundlicher Genehmigung von SERIDA

Inwiefern hilft ein solches Projekt die Gesellschaft?

Diese bahnbrechende Initiative erlaubt, dass sich zukünftig die Landwirtschaft auch technisch kontrolliert und unterirdisch entwickeln kann. Dabei muss erforscht werden, welche Obst- und Gemüsesorten dieser innovativen Agrarmethode angepasst werden und welche Pflanzen makellos sprießen können.

Aktuell erschweren die Kriege und Klimawandel den Zugang zu Lebensmitteln immer häufiger. Diese Strategie soll dann neue Landwirtschaftsmethoden ermöglichen. Es handelt sich hier um eine ganz neue Methode zu benutzen, um Landwirtschaft zu garantieren, auch wenn das Wetter Kapriolen schlägt.

Die Zukunft des Gemüses

Die Berechnung der Energiekosten wurde noch nicht in Angriff genommen. Demnächst soll ein Produktionsmodell entwickelt werden, sodass die Energiekosten null sind. Das Hauptziel ist, dass das Wasser am Grund des Bergwerks pausenlos zirkuliert, um Energie zu erzeugen, um die LED-Lampen zu betreiben.

Falls das Gemüse nicht mehr auf den Feldern wachsen kann, kann es von nun im Gewächshaus ganz bequem wachsen. Vielleicht eine neue Möglichkeit, um die Bergwerke wiederzubeleben, diesmal aber ohne Kohle und umweltfreundlicher.